Von Alf über den Reiler Hals zum Prinzenkopfturm

Schönes Wetter, zwei Stunden Zeit und Lust, die Mosel von schräg oben zu sehen? Dann los. Wir starten unsere Tour im Moselort Alf und parken nahe des markanten Kreisverkehrs mit den goldenen Figuren. Ist halt Kunst und entzieht sich eigentlich jeder Bewertung. Ich finde ihn ganz gelungen. Neben Bremm und Neef ist Alf ein direkter Nachbarort von Stankt Aldegund. 

  • 8,7 km
  • 250 m
  • 250 m
  • Rundweg

Es geht sanft los, vorbei am Wahrzeichen „Alfer Baachspautzer“, der alle paar Augenblicke zeigt, warum er so heißt, wie er halt heißt. Es lohnt sich, kurz zu warten. Parallel zum Alfbach führt uns der Weg die ersten paar hundert Meter ohne nennenswerte Steigung, bis wir auf einen Zickzack-Pfad in den Wald abbiegen. Getreu dem Motto „erst mit der Ruhe, dann mit nem Ruck" geht's ein paar Höhenmeter nach oben.

Die Anstrengung hielt sich bis jetzt in Grenzen, doch die Rastmöglichkeit hier bei der Dünnwaldhütte ist prima. Tische, Bänke mit Rückenlehne, Relax-Liege, eine tolle Aussicht auf Bullay und Alf - es ist echt schön und gemütlich hier. Doch weiter geht's. Es ist noch zu früh und das nächste Highlight nicht mehr weit. Ein paar Minuten später sind wir da, an der Schutzhütte am Leofelsen. Hier haben wir so ziemlich den höchsten Punkt unserer Wanderung erreicht.

Eine ganze Zeit gehen wir über abwechselnde Wegtypen, erahnen die Mosel irgendwo neben uns, sehen sie aber nicht. Werden wir aber bald, und die Aussicht wird super. Versprochen. Bis dahin bewegen wir uns immer wieder auf Abschnitten des Moselsteigs in Richtung Reil, haben einen guten Blick ins „Tal" bei Bengel und einen wirklich außergewöhnlich schönen Weg.

Irgendwo in der Nähe des Reiler Hals ist sie dann da, die Mosel. Die Gleichung ist einfach und geht fast immer auf: Ein paar Höhenmeter + Blick auf die Mosel = super Gefühl. So auch diesmal. Die ersten Male lassen einen die Moselschleifen ein Stück weit orientierungslos zurück, die Aussicht jedoch ist grandios. Ich bin gerne hier oben.

Von jetzt an behalten wir die Mosel im Blick und gehen zurück nach Alf. Auch hier wieder das, was ich bei den Wanderungen an der Mittelmosel wirklich zu schätzen gelernt habe: Bänke satt. Überall die Möglichkeit zu Verweilen, Wetter und Aussicht zu genießen und sich ein paar Minuten auszuruhen.

Vorbei am Soldatenfriedhof hoch über der Mosel kommen wir zu einem einmaligem Aussichtspunkt in der Region. Den Prinzenkopfturm. Da hoch? Kurz überlegen: Klar. Wahnsinn, was für Schleifen die Mosel macht. Kann man von hier oben ganz toll erkennen. Ebenso die umliegenden Orte. Reil, Pünderrich, Briedel, Bullay, Alf, Sankt Aldegund. Eine fantastische Rundumsicht, es hat sich echt ausgezahlt, hier hoch zu gehen.

Abstieg vom Turm und runter in den Ort nach Alf, rechts von uns die Doppelstockbrücke rüber nach Bullay. Die sieht von jeder Seite bildschön aus. Ich freue mich immer noch jedes Mal, wenn ich sie sehe. Ein ganz besonders Bauwerk und ein hervorragender Abschluss unserer heutigen Tour.

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