Moselsteig Etappe 15 - von Zell nach Neef

Wir beginnen unsere heutige Etappe mit dem Aufstieg über den Collis Steilpfad, der seinen Namen nicht ganz unberechtigt trägt. Es geht wirklich stramm bergauf. Doch wie so oft bei Aufstiegen an der Mosel: Die Belohnung folgt meist in Form von tollen Ausblicken. Ist diesmal auch so. Zwischendrin gabelt sich der Weg in „Steilpfad" und „Kletterpfad" und lässt dem Wanderer die Wahl, ob er lieber steil noch oben geht oder steil nach oben klettert. Nach ein paar hundert Meter vereinen sich die beiden Wege wieder.

  1. 20 km
  2. 600 m
  3. 590 m
  4. Streckenwanderung
Angekommen an unserem ersten Ziel, dem Collis Turm, regt sich der Wunsch nach einer klitzekleinen Verschnaufpause. Das war schon recht anstrengend hier hoch. Die Aussicht ist grandios, man hat ganz Zell (Stadt, Merl, Kaimt, Barl) im Blick. Oberhalb der Weinberge geht es weiter Richtung Merl. Bei Wanderungen ist das Drumherum wichtig, klar. Die Aussicht, Einkehr- und Rastmöglichkeiten, die Gegend im Nahbereich des Weges - aber auch der Weg selbst. Ich mag die Vielfalt der Wegtypen. Naturbelassene Waldwirtschaftswege, schmale Single Trails, befestigte Rad- und Wanderwege, Treppen, es ist schön, wenn sich das abwechselt. Das passiert hier auf dem Moselsteig ständig.

Wir passieren eine kleine Bergkapelle und haben die Mosel bisher immer im Blick. Das ist super, schließlich will man die Mosel ja auch gerne sehen, wenn man in der Gegend wandernd unterwegs ist. Wir gehen hoch oben durch die Weinberge, blicken rüber zur Marienburg, sehen ganz in der Ferne Briedel und Pünderrich und bewegen uns strammen Schrittes Richtung Bullay, erkennbar durch die markante Doppelstockbrücke.

Ab hier verlieren wir die Mosel aus den Augen, werden sie aber, versprochen, bald wiedersehen. Bis dahin gehen wir hunsrückseitig an Streuobstwiesen und Feldern vorbei. Der Weg bleibt immer abwechslungsreich und kurzweilig. Und dann, nach ein paar Kilometern, ist sie wieder da, die Mosel. Man blickt direkt auf Stankt Aldegund, eine tolle Aussicht. Kurz vor unserem Zielort macht die Strecke einen Bogen und spendiert uns eine Trainingseinheit für Waden-, Schienbein- und Oberschenkelmuskulatur. Es geht ein letztes Mal nach oben, auf den Petersberg nach Neef. Die Aussicht hier ist bombastisch und krönender Abschluss einer tollen Wanderung.

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